© kreative Synergien, Laurent Bailly
Die Suche nach dem perfekten Bündel
«Die Herausforderung liegt im richtigen Zeitpunkt», erklärt Julien Stoll, Leiter der Gewächshausproduktion. Die Ernte zum optimalen Zeitpunkt, weder zu früh noch zu spät, ist entscheidend. Bei Rispentomaten, die alle auf einmal geerntet werden, wird die Sache durch die Natur noch komplizierter, da zwischen der Reife der ersten und der letzten Frucht mehr als eine Woche vergeht.
Wie erhält man also diese schönen, gleichmäßigen Fruchtstände, die man üblicherweise im Supermarkt findet? «Dafür wählen wir ertragreiche Sorten aus, die zwölf Früchte pro Stand tragen, und entfernen dann die untere Hälfte, sobald sie blühen», erklärt er. Durch dieses sorgfältige Auswahlverfahren reifen die fünf bis sechs Tomaten, die Früchte tragen, innerhalb weniger Tage und sind zum Erntezeitpunkt perfekt aromatisch und fest.
Die Prognosen werden wöchentlich angepasst.
Ana Maria Costea, Produktionskoordinatorin, ist seit mehreren Jahren für die Erstellung von Ernteprognosen für alle Gewächshauskulturen verantwortlich. «Am 5. Januar, wenn wir die ersten Pflanzen setzen, haben wir bereits eine grobe Vorstellung vom Zeitplan. Die Realität erfordert jedoch wöchentliche, genauere Anpassungen», erklärt sie.
Die Genauigkeit dieser Planung ist von entscheidender Bedeutung: Sie ermöglicht es uns, die Teams zu dimensionieren, Überschüsse oder Engpässe bei den Waren zu vermeiden und die Früchte zum idealen Zeitpunkt zu ernten.
Ein vielversprechender KI-basierter Copilot
Jeden Donnerstagmorgen wiederholt sich ein Ritual: Ausgestattet mit Klickern gehen Teams die Reihen ab und schätzen mit geübtem Blick die Erntemengen für die kommende Woche. «Ich erhalte die Rohdaten, trage sie in eine Tabelle ein und erstelle die Prognosen für jede Sorte. Das geht ziemlich schnell», erklärt Ana Maria.
Seit Kurzem erstellt eine KI-Lösung eigene Prognosen auf Basis von direkt an den Pflanzen erfassten Daten (Blüte, Fruchtansatz, Temperaturen usw.). «Wir befinden uns in der Testphase», erklärt sie. «Ich vergleiche meine Ergebnisse mit denen der KI, und wir hoffen, dass sie bis zur nächsten Saison absolut zuverlässig sein wird.»
Es steht viel auf dem Spiel: Ernteprognosen sollen drei Wochen im Voraus erstellt werden, statt wie bisher eine Woche. «Dadurch können wir Produktion und Absatz noch präziser aufeinander abstimmen», versichert Julien.
Hinter diesen Planungsherausforderungen steht der Wunsch, die Kundenerwartungen besser zu erfüllen, für die Voraussicht unerlässlich ist. Technologie erweist sich dabei als wertvoller Verbündeter, der die Arbeit der Teams unterstützt.
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